Zertifizierter Schutz vor explosiven Bedrohungen NIJ 0117.01 - weltweit anerkannte Zertifizierung für Bombenschutzanzüge

Zertifizierter Schutz vor explosiven Bedrohungen

NIJ 0117.01 ist die weltweit einzige Zertifizierung, die speziell für Bombenschutzanzüge entwickelt wurde!

Was ist die NIJ 0117.01-Zertifizierung?

Die NIJ 0117.01-Zertifizierung wird vom National Institute of Justice (NIJ/Forschungs-, Evaluations- und Technologiebehörde des US-Justizministeriums) herausgegeben und gilt weltweit als der einzige anerkannte Standard für Bombenschutzanzüge. Es definiert klare Kriterien für zahlreiche Schlüsselaspekte, die sowohl vom NIJ als auch von der Endbenutzergemeinschaft als essenziell angesehen werden:

Schutz vor Bedrohungen

  • Detonationsdruck
  • Aufprall auf Kopf und Wirbelsäule
  • Hitze
  • Splitter
  • Elektrostatische Entladung

Einsatzfähigkeit

  • Optik (z. B. Lichtdurchlass und Verzerrung im Visierbereich
  • Schlepprettung
  • Notabwurf
  • Ergonomie (z. B. Anziehen und Ausziehen)
  • Kennzeichnung

Qualitätssicherung

  • Laufende unabhängige Tests und Audits der Produktionsstätten

Um die NIJ-Zertifizierung zu erhalten, müssen der Bombenschutzanzug und der Helm sämtliche Normelemente erfüllen. Wird auch nur ein Element nicht erfüllt, verlieren sowohl der Schutzanzug als auch der Helm die Zertifizierung.

Darüber hinaus schreibt das NIJ vor, dass ein Bombenschutzanzug nur dann zertifiziert werden kann, wenn er in unabhängigen Einrichtungen getestet wird, die vom US-amerikanischen Safety Equipment Institute (SEI) akkreditiert sind. Eine Selbstzertifizierung ist nicht zulässig. Die Ergebnisse eines nicht vom SEI akkreditierten Labors sind nicht belastbar, da die Genauigkeit der Ergebnisse und die Qualifikation eines beliebigen Labors zur Durchführung der verschiedenen Tests nicht validiert werden können, unabhängig vom Ruf des Labors.

Formulierungen wie „konform mit NIJ“ oder „entspricht NIJ“ sind irreführend und müssen hinterfragt werden. Nur die auf der SEI-Website (www.seinet.org/search) aufgeführten Bombenschutzanzüge sind wirklich zertifiziert.

Was sind STANAG 2920 und MIL-STD 662F?

STANAG 2920 und MIL-STD 662F sind Testmethoden zur Bewertung der Widerstandsfähigkeit eines Materials gegenüber Splitterbedrohungen. Im Gegensatz zur Norm NIJ 0117.01, die ein breites Spektrum von schwerwiegende Bedrohungen bei EOD-Einsätzen wie Überdruck, Explosionswirkung, Hitze und elektrostatische Entladung abdeckt, legen STANAG 2920 und MIL-STD 662F keine spezifischen Schutzstufen oder Pass/Fail-Kriterien fest. Sie definieren lediglich, wie Splittertests durchzuführen sind, geben jedoch keine Aussage darüber, ob ein Material für den Einsatz in einem Bombenanzug geeignet ist. Da diese Normen nicht den Schutz vor anderen explosiven Bedrohungen umfassen und keine eindeutigen Anforderungen an das Erfüllen oder Nichterfüllen formulieren, sind sie qualitativ nicht mit der umfassenderen NIJ-Zertifizierung vergleichbar.

Es ist zulässig, einen Bombenschutzanzug nach den Verfahren von STANAG 2920 oder MIL-STD 662F zu testen. Allerdings ist die Behauptung irreführend, ein Bombenschutzanzug oder Helm habe basierend auf diesen Tests „NIJ bestanden“. Werden diese Testmethoden fälschlicherweise als gleichwertig mit der NIJ-Zertifizierung betrachtet, besteht das Risiko, persönliche Schutzausrüstungen zu beschaffen, die nicht den weltweit anerkannten, grundlegenden Schutzanforderungen entsprechen.

Sicherstellung angemessener Standards bei der Beschaffung

Für die Sicherheit des Bombenentschärfungspersonals sollte die Zertifizierung nach NIJ 0117.01 eine zwingende Voraussetzung für die Beschaffung sein. Nur NIJ-zertifizierte Bombenschutzanzüge und Helme wurden von unabhängiger Seite getestet und auf ihre umfassende Schutzwirkung und operative Wirksamkeit hin überprüft.

Einige zertifizierte Bombenschutzanzüge gehen über die NIJ-Anforderungen hinaus und bieten zusätzlichen Schutz gegen Bedrohungen, wie z. B. chemische/biologische Stoffe, oder umfassen Belüftung, Kühlung, Beleuchtung und andere Funktionen. Diese Faktoren sollten bei der Festlegung des Beschaffungsbedarfs ebenfalls berücksichtigt werden.

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Jürgen KleinertBeratung Anwendungstechnik EOD/IEDD

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